Gut ist was hilft - Appenzeller Tradition des Heilens

Verlängert bis Oktober 2020

Gesund durchs Leben zu gehen ist ein hohes Gut. In ländlichen Gebieten haben sich die Menschen im Lauf der Jahrhunderte und durch Überlieferung von Generation zu Generation ein grosses Wissen um die Heilwirkung von Kräutern und gesundheitsfördernden Praktiken erworben. Seit frühester Zeit spielen dabei auch die Klöster mit ihren im Kräutergarten kultivierten Heilpflanzen eine zentrale Rolle.

Im Appenzellerland, insbesondere im Kanton Appenzell Ausserrhoden, haben sich – dank der liberalen Gesetzgebung im 19. Jahrhundert – viele traditionelle Heilpraktiken erhalten, die früher in den meisten Alpenländern eine grosse Rolle gespielt haben. Die Volksmedizin bekam damit in Ausserrhoden eine schweizweit herausragende Stellung. Ab dem 19. Jahrhundert wurde Ausserrhoden zu einem Gebiet, das viele Heiltätige und Therapeuten aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland anzog, die sich mit Natur- und Volksmedizin beschäftigten. Hier hatten sie die Möglichkeit, ihren Fähigkeiten und ihrer Berufung nachzugehen. Und heute? Wer die anspruchsvolle kantonale Zulassungsprüfung besteht, kann im Kanton Appenzell Ausserrhoden als Heilpraktikerin oder Heilpraktiker tätig sein und ihre/seine Hausspezialitäten anbieten.

Die Ausstellung „Gut ist was hilft“ nähert sich aus der Gegenwart dem Phänomen der Appenzeller Heillandschaft. Sie geht den Wurzeln der Volksmedizin in der Antike, dem Mittelalter und der frühen Neuzeit nach. Ausgehend vom grossen Paracelsus wirft die Ausstellung einen Blick auf die Alchemie und die Viersäftelehre, um die Welt der Volksmedizin historisch einordnen zu können. Ein besonderes Augenmerk gilt heute noch praktizierten, traditionellen Heilmethoden wie dem Schröpfen, aber auch der Verarbeitung und dem Einsatz von Heilkräutern und Essenzen. Auch das in Appenzell Innerrhoden noch heute praktizierte Gesundbeten soll erwähnt werden.

Begleitveranstaltungen vgl.

Mehr Info: Flyer

Vernissage: Freitag, 7. Juni 2019 um 19.00 Uhr

DANK - Für die finanzielle Unterstützung:
Amt für Kultur Kanton Appenzell Ausserrhoden
Dr. Fred Styger Stiftung
HUBER+SUHNER Stiftung
Bertold-Suhner-Stiftung
Metrohm-Stiftung
Johannes Waldburger-Stiftung
Friedrich und Anita Frey-Bücheler-Stiftung
Johannes und Hanna Baumann Stiftung
TISCA Tischhauser AG
Allen Mitwirkenden für ihre Begeisterung und ihr Engagement

Hüsli Rossfall - Ueli Alder
Hüsli Rossfall - Ueli Alder
im Sonderausstellungsraum
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